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Olympischer Sport und Religion
21.02.2003
Als die alten Griechen zu ihrem Wettkampf in Olympia zusammenkamen, brachten sie ihren Göttern ein Opfer dar. Ein solches Opfer war z.B. ein dicker Stier oder wertvoller Schmuck. Also alles, was den Griechen als kostbar und wertvoll galt. Sie dachten, dass ihr Leben und die Natur von den Göttern gelenkt werde und sie somit Marionetten der Götter seien. Aus Dankbarkeit und Angst gaben sie ihnen daher solche Opfer. Ein Olympiasieger war deshalb einer, der von den Göttern auserwählt wurde.

Bei den olympischen Spielen der Gegenwart ist es anderes: Die Athleten wissen, dass sie keine Marionetten von irgendwelchen Göttern sind und den Erfolg sich selbst und ihren Trainern zu verdanken haben. Doch etwas von der Ernsthaftigkeit und religiösen Feierlichkeit der antiken Spiele haben die gegenwärtigen Spiele auch:

Durch die olympischen Symbole wie z.B. der Flagge mit den 5 Ringen, dem Fackellauf und dem olympischen Feuer, möchten die Spiele der Welt zeigen, dass hier etwas passiert, was die großen Weltreligionen den Menschen immer predigen: Dass alle Menschen, ob arm oder reich, dick oder dünn, dunkel oder weiß, die gleiche Chance auf ein gutes Leben haben müssen. Dass Frieden in dieser Welt möglich ist, wenn wir uns nur Mühe geben. Dass wir ehrlich und fair zu einander sein sollen. Dass wir nach Niederlagen neu anfangen können. Dass wir im Leben entdecken können, was in uns steckt und wo unsere Grenzen liegen. In diesen Botschaften steckt der Gedanke, dass jeder Mensch heilig und wertvoll ist.

Coubertin sagte deshalb sinngemäß, dass die Athleten der modernen Spiele keine Götter "über uns", sondern den Gott "in uns" und "zwischen uns" verehren sollen. Ihm soll durch den olympischen Eid etwas versprochen werden: Den Wettkampf nur mit fairen und eigenen Mitteln zu bestreiten. Daher bezeichnete Coubertin die gegenwärtigen Spiele auch als eine Religion.

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